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Fotoausstellung Ruhrblicke in Essen (nein, nicht omnomnom)

Bilder ausm Pott

Ich war am Wochenende in Essen, um eine sehr nette Fashionbloggerin zu besuchen. Essen bzw. das gesamte Ruhrgebiet ist ja Kulturhauptstadt 2010, überall gibt es Veranstaltungen, Ausstellungen und anderen Krams. Und natürlich gibt es eine App dafür.

SANAA-Gebäude (CC-Lizenz nomo /michael hoefner)

Jedenfalls besuchten wir die Fotoausstellung Ruhrblicke im grandiosen SANAA-Gebäude in der Nähe der Zeche Zollverein (vielen Dank für diese tolle Idee). Ich hätte diesen Kubus gerne als mein Wohnzimmer. Da passen dann mal vernünftig große Drucke an die Wand. Und der 200-Zoll-Monitor, der hier rumsteht auch.

Und an solche Wände passen natürlich auch die riesigen Drucke eines Andreas Gursky. Zu sehen waren aber völlig unterschiedliche Bilder von insgesamt elf völlig verschiedenen Fotografen ausgestellt. Manche waren weniger gut, manche waren recht gut und manche (wie die des oben genannten Herrn Gursky) waren verdammt gut (der hat übrigens das teuerste Foto aller Zeiten gemacht, welches für schlappe 3,3 Mio. Dollar verkauft wurde).

Wunderbar sind die Aufnahmen von Fördertürmen u.ä., fotografiert von Bernd und Hilla Becher. Ich hatte diese Fotos in der grandiosen BBS-Reportage The Genius of Photography gesehen und war damals schon von der strengen Systematik der Bilder fasziniert, die in Ihrer starken Doku-mäßigkeit an die Menschenaufnahmen des einen Fotografen erinnern, dessen Namen mir nicht einfällt. Reiche das in einem Update mal nach.

Die Aufnahmen verschiedener Oberbürgermeister der Ruhrstädte fand ich nicht so prickelnd. Also die Idee dahinter schon, die OBs mal in anderen oder besonderen Umgebungen zu zeigen. Allerdings fand ich die Bilder weder künstlerisch noch technisch schön umgesetzt.

Insgesamt haben mich viele Aufnahmen an die Fotoreihe Stillgelegt von Christoph Lingg erinnert; zwei dieser Bilder hängen ja auch in meiner Wohnung. Er zeigt damals Fotos von stillgelegten osteuropäischen Industrieanlagen. Völlig abwegig ist dieser Vergleich nicht, schließlich gab es im Ruhrgebiet ja auch einen starken Strukturwandel und viele alte Industrieanlagen wurden geschlossen, abgerissen oder abgebaut und nach China verschifft.

So, genug geredet. Fahrt hin, schaut es Euch an, kauft Euch den Katalog. Und besucht dann den Rest der Zeche und der Kulturhauptstadt. Viel Spaß.

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1 Comment to Fotoausstellung Ruhrblicke in Essen (nein, nicht omnomnom)

  1. 26. Juli 2010 at 13:16

    Aah, dort waren wir letztes Jahr. Der Würfel ist total großartig, ich war total fasziniert! Generell ist Zeche Zollverein unbedingt einen Besuch wert. Supersupergut!


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